Das "Eiweißopfer"
Das Ausgangsmaterial für die Glukoseproduktion ist - wie gesagt - Eiweiß, und zwar vor allem körpereigenes Eiweiß! D.h. es wird Körpersubstanz zur Glukosegewinnung geopfert, und dabei geht dieser Prozess ziemlich rücksichtslos vor: er nimmt dafür gnadenlos alles, was sich gerade so anbietet. Eiweiß aus Muskeln, dem Bindegewebe, der Haut, den Blutgefäßen usw. Es ist klar, dass so etwas nicht lange durchgehalten werden kann, über die Folgen des Eiweißopfers kann man bei Lutz "Leben ohne Brot" (S. 43/44) nachlesen. 
Nur der Vollständigkeit halber: weitere Substrate für die Gluconeogenese sind Aminosäuren (aus der Proteolyse), Laktat (aus der Glykolyse), Glycerin (aus der Fettspaltung), Oxaloacetat.

Kommentare   

0 # Wega 2016-07-22 15:16
Grosses Lob - sehr sehr gut verständlich erklärt!
Diese Seiten kann und werde ich jedem wärmstens empfehlen, der sich gesund und artgerecht :O)
ernähren möchte.
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0 # Joerg 2017-01-29 17:21
Hallo ich ernähre mich weitestgehend LC nur am Wochenende gönne ich mir mal Brötchen.
Meine Vermutung ist das ich nie richtig in Ketose komme
aber in meinem Körper oft eine Glukoneogenese stattfindet.
Das würde doch stark meine Muskelmasse beanspruchen.
Sehe ich das richtig.
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0 # Jürgen Wildhardt 2017-01-29 22:06
Hallo Jörg,
die erhöhte Gluconeogenese findet nur in der Adaptationsphas e statt. Danach ist sie deutlich geringer als zu Kohlenhydratzei ten, der Muskelerhalt in und nach traningsarmen Zeiten ist wesentlich besser - konsequentes LCHF vorausgesetzt..

VG
Jürgen
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