Und so lautet jetzt unsere "goldene Grundregel Nr.1":

es ist alles erlaubt, außer Stärke und Zucker.

Klingt erst mal ganz einfach, wenn wir aber jetzt die Liste der stärkehaltigen Nahrungsmittel durchgehen, dann stellen wir fest, dass die doch sehr lang ist. Und da sind dann ausgerechnet die Lieblingsgerichte mit dabei...

Und dann höre ich schon viele stöhnen, „Unmöglich! Das geht ja gar nicht“. Das liegt aber nur daran, daß es den Menschen in den letzten 7.000 Jahren gelungen ist, eine unglaubliche Vielfalt an stärkehaltigen Nahrungsmitteln zu kreieren. Das fängt beim Brot und all den schönen Produkten an, die es in Bäckereien und Konditoreien gibt, geht über alle Arten von Nudeln, Pasta und Reis und hört bei den Kartoffeln auf.

Das kann man doch nicht alles weglassen, und außerdem ist das bestimmt nicht gesund

Dem kann man entgegenhalten: es geht, unsere prähistorische Vergangenheit und Millionen Lowcarber auf dieser Welt beweisen das. 

Ist das auch gesund?
Das hatten wir schon: Kohlenhydrate sind nichts anderes als Zucker, und das der nicht gesund ist, ist mittlerweile Allgemeinwissen.

Spätestens an dieser Stelle kommt dann aber regelmäßig auch noch das Scheinargument der angeblich „einseitigen Ernährung“.

Das ist definitiv falsch, denn wie oben schon gesagt:
wir lassen ja nichts anderes weg als Stärke und Zucker!  

Die meisten Kohlenhydrate unserer Nahrung entstammen Getreide, und das ist im Grunde genommen nichts anderes als Gras-Samen! Alle unsere Getreidearten  – Weizen, Roggen, Hafer, Gerste etc -  sind nichts anderes als weiterentwickelte Wildgräser.

Ist dann nicht eher eine Ernährung, die zu 60 % auf "Grassamen" basiert, als einseitig einzustufen? (siehe hierzu auch "Stoffwechsel").

Beliebt ist auch das Argument mit dem angeblichen Wohlgeschmack der Kohlenhydrate. Zum Teil stimmt das ja auch: ich denke hier besonders an bestimmte Brotsorten oder schön kross gebratene Bratkartoffeln...ok, ganz ohne Verzicht geht es eben nicht. Und als gelegentliche Genussmittel ist das ja auch ok, wenn man seine Ziele erst mal erreicht hat.

Aber was Brötchen, einfaches Brot, Reis, gekochte Kartoffeln und Pasta angeht: die schmecken ohne Belag gar nicht, oder nur nach der jeweiligen Sauce.

Daher jetzt noch einmal zu der Frage, wie werde ich Low-Carber?Simple Antwort: Einfach loslegen!

Also legen wir los und fangen wir mit dem einfachsten an, dem Mittagessen

Kommentare   

0 # Wolfgang Rogatti 2017-02-06 12:48
Hallo, die Meinung zu dem Thema Protein macht mich ein wenig hilflos, wenn ich Ulrich Strunz, der kontinuierlich von der Grundversorgung mit Aminosäuren wirbt, daneben lege. Man muss dazu bemerken, daß er den Slogan "Eiweiß macht's möglich" im Zusammenhang mit sportlicher Betätigung (Laufen, Rennrad) gebetsmühlenart ig wiederholt. Was soll ich nun tun? Gerade diese Sportarten sind meine Passion und ich möchte in der Phase der Umschaltung von KH auf LC nicht falsch machen. Beste Grüße Wolfgang.
Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren