Mittagessen:
Bei der mittäglichen Mahlzeit gibt es kein Problem:
man lässt einfach die "Sättigungsbeilagen", also Kartoffeln, Pommes, Nudeln, Reis usw. weg und konzentriert sich auf die Hauptsache. Als Beilage eignen sich alle Arten von Gemüsen, die man vorzugsweise nicht auskocht, sondern in der Pfanne mit reichlich Butter, Creme Fraiche oder Sahne zubereitet. Zu beachten ist, dass alle Knollengemüse, wie z.B. Karotten oder Sellerie, deutlich mehr Kohlenhydrate enthalten als grüne Blattgemüse. Der Vegetarier isst dann einfach mehr Gemüse, wie gesagt, mit genug Fett.

Isst man zuhause, ist darauf zu achten, dass Fleisch oder Fisch nicht zu mager sind. Ist das der Fall, kompensiert man mit der Sauce: Weißwein- oder Rotweinbutter passen zu vielen Gerichten. Saucen zu Fisch oder Fleisch lassen sich fast immer  mit Butter verfeinern. Das ist jetzt wahrscheinlich für diejenigen ein bißchen umgewohnt, die zuvor "Low fat" gekocht und gegessen haben. Aber da mit Butter praktisch alles besser schmeckt, gewöhnt man sich daran sehr schnell!

Kommen wir zum nächst Einfachen, dem Abendessen:
auch nicht wirklich schwer: wir legen die Wurst, den Schinken, den Käse usw nicht mehr auf eine Scheibe Brot, sondern direkt auf den Teller. 
Nach einer Weile der Umgewöhnung wird man feststellen, dass man eben nicht immer "etwas dazu essen" muss. Häufig passt ein einfacher Creme Fraiche-Dip sehr gut dazu: einfach einen Becher Creme fraiche mit 2 Teelöffeln scharfem Senf verrühren, Salz und Pfeffer, evtl. etwas Zitronensaft und -abrieb, fertig.

Oder man rührt sich selbst eine Mayonaise an, das geht auch mit Olivenöl. Die schmeckt dann zwar anders, aber auch sehr gut. Von fertigen Produkten dieser Art ist unbedingt abzuraten!

Und zum Schluss das Schwierigste: das Frühstück:
Das Schwierigste scheint in Deutschland für viele das Frühstück zu sein, weil das tatsächlich in vielen Familien aus praktisch nichts anderem als aus Kohlenhydraten besteht.

Ich selbst esse seit Herbst 2003 Jahren jeden Morgen Eier in allen Arten der Zubereitung, und da gibt es wirklich einige! Ich brate die Eier immer in reichlich Butter, an Tagen ohne Sport nehme ich nur die Eigelb, um nicht zuviel Protein aufzunehmen.  

LowCarb-Frühstück:

L

 

Wem das zu aufwendig ist, oder wer keine Eier mag: andere bevorzugen Schinken (vorzugsweise mit ordentlichem Fettrand), beliebige Wurstsorten (vorzugsweise die fetteren), Käse, besonders Frischkäse, Hüttenkäse. Die Liste ist endlos. Nur Brot, Brötchen und Konsorten kommen nicht mehr auf den Tisch! 

Und die Milch für den Kaffee wird durch Sahne ersetzt! 

Kommentare   

0 # Wolfgang Rogatti 2017-02-06 12:48
Hallo, die Meinung zu dem Thema Protein macht mich ein wenig hilflos, wenn ich Ulrich Strunz, der kontinuierlich von der Grundversorgung mit Aminosäuren wirbt, daneben lege. Man muss dazu bemerken, daß er den Slogan "Eiweiß macht's möglich" im Zusammenhang mit sportlicher Betätigung (Laufen, Rennrad) gebetsmühlenart ig wiederholt. Was soll ich nun tun? Gerade diese Sportarten sind meine Passion und ich möchte in der Phase der Umschaltung von KH auf LC nicht falsch machen. Beste Grüße Wolfgang.
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