Welche sind denn jetzt die "guten Fette"?
Es sind - schon wieder konträr zur herrschenden Meinung -, die gesättigten Fette!
Ja , wie das denn? Schließlich gibt es ja bekanntlich Publikationen, die einen Zusammenhang zwischen gesättigten Fetten im Blut ( = Triglyceride =  TG) mit koronaren Herzerkrankungen aufzeigen.
Hier kommt es zu einem wirklich interessanten, paradox anmutenden Fehlschluss: die Annahme, dass der Genuss von gesättigten Fetten (e.g. Butter) die Triglyceride im Blut nach oben treibt, ist falsch! 
In Wahrheit ist es so [5,6], dass erhöhte TGs im Blut ihre Ursache in der Umwandlung von überschüssigen Kohlenhydraten in Fett haben. Das nennt man auch "de novo Lipogenese", und das Hauptprodukt dieses Prozesses ist die Palmitinsäure, eine C16 gesättigte Fettsäure[], die sich dann im Blut wiederfindet
 [kann das nicht mal jemand den Ärzten und der DGE erzählen...?]

Zurück zu den empfehlenswerten Fetten:

Also gesättigte Fette sollen es vorzugsweise sein und unter diesen allen voran die natürliche, reine Butter, am besten von Weidekühen. Unbeschränkt zu verwenden.

Ebenfalls in der Kategorie "Sehr gut" und auf Platz 2 liegen: Schweineschmalz oder Rindertalg und reines, natives (d.h. naturbelassenenes) Kokosfett. Nicht zu verwechseln mit Billigprodukten wie Palmin oder Biskin. Die gehen gar nicht, denn sie enthalten gehärtete Fette (das steht im sehr klein gedruckten...). Man erkennt es u.a. daran, dass es schon bei normalen Raumtemperaturen flüssig ist. Kokosfett enthält beträchtliche Mengen an mittellangen Fettsäuren (MCTs = medium chain Triglycerides), die vom Körper nicht eingelagert, sondern sofort verbrannt werden.

Gutes Olivenöl als Vertreter der Kategorie "einfach ungesättigt" liegt auf Platz 3, und das war es dann auch schon. Mehr brauchen wir nicht!

Vielleicht gelegentlich noch etwas gutes Rapsöl ("mehrfach ungesättigt"), aber nur zum Salat, also kalt zu verwenden.

Ansonsten keine Pflanzenöle
Ausschließen müssen wir: 
die sogenannten "herzgesunden Pflanzenöle", das sind die üblichen Konsumöle, wie z.B. Sonnenblumenöl, Maisöl, Distelöl usw. Deren Hauptbestandteil sind nämlich die häufig als besonders gesund angepriesenen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren (abgekürzt PUFA, von Polyunsaturated fatty acid), und unter diesen die Omega 6 Fettsäuren. Gesund sind die aber leider nicht, auch wenn die Werbung das Gegenteil sagt. Wer es nicht glaubt und dennoch den Herzinfarkt vermeiden will, schaut mal hier und hierDamit sind natürlich auch alle Arten von Margarinen "out". Schon interessant, wie es clever angelegte Marketingkampagnen - leider Gottes unterstützt von den Ärzten - geschafft haben, die unschuldige Butter zu verteufeln und krankmachende[7] Pflanzenöle als "gesund" zu verkaufen. Hinzu kommt jetzt auch noch, dass unlängst (2013) publiziert wurde, dass die PUFAs die Fettleibigkeit fördern[9]!

Also: Margarinen und normale Speiseöle, ausser Olivenöl, gehören in den Müll!

Noch einmal im Klartext:
ganz im Gegensatz zur landläufigen Meinung und auch der Empfehlung der DGE sind die mehrfach ungesättigten FS die Bösen, und nicht die gesättigten FS! Es lebe die Butter und der fette Käse!

Tierisch - pflanzlich?
Hier ist sicher Aufklärung zum beliebten Thema "böse tierische Fette - gute pflanzliche Fette" angesagt: chemisch gesehen gibt es diesen Unterschied schon mal gar nicht! Zum Beispiel ist eine gesättigte C16-Fettsäure (Palmitinsäure) eben genau das: eine C16-Fettsäure, und der ist es völlig egal, ob sie in einem Tier oder in einer Pflanze hergestellt wurde. Die Palmitinsäure finden wir beispielsweise in der Butter (Haupt-bestandteil), aber auch im Palmöl wie auch im Avocadoöl. Das ist ein und dasselbe Molekül, einmal tierisches Produkt, einmal pflanzliches: kein Unterschied!

Das gilt natürlich auch für alle anderen Fettsäuren genau so.

Warum jetzt immer und überall von tierischen und pflanzlichen Fetten so gesprochen wird, als seien die einen die bösen und die anderen die guten, kann ich mir nur so erklären, dass leider viele Menschen glauben, die Fette tierischen Ursprungs seien vorwiegend gesättigt, und die hat ja bekanntlich der Teufel erfunden, um die Menschen auszurotten...

Und nicht mal das stimmt: der Anteil an ungesättigten FS im Schweineschmalz beträgt 60%.

Transfette:
Was mittlerweile wahrscheinlich die meisten schon wissen werden: so genannte gehärtete Fette ("Transfette") sind absolut gesundheits-schädlich (Siehe hier unter "Wirkung auf den Menschen", oder auch bei Uffe Ravnskov, "Mythos Cholesterin"[3])!

Ein guter Grund, auf viele Fertigprodukte zu verzichten, denn wer weiß schon so genau, was da wirklich drin ist?

Kommentare   

0 # Wolfgang Rogatti 2017-02-06 12:48
Hallo, die Meinung zu dem Thema Protein macht mich ein wenig hilflos, wenn ich Ulrich Strunz, der kontinuierlich von der Grundversorgung mit Aminosäuren wirbt, daneben lege. Man muss dazu bemerken, daß er den Slogan "Eiweiß macht's möglich" im Zusammenhang mit sportlicher Betätigung (Laufen, Rennrad) gebetsmühlenart ig wiederholt. Was soll ich nun tun? Gerade diese Sportarten sind meine Passion und ich möchte in der Phase der Umschaltung von KH auf LC nicht falsch machen. Beste Grüße Wolfgang.
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