Was waren die Folgen der Erfindung des Ackerbaus?
Die Folgen waren durchaus dramatisch, wie man den Ausführungen von Prof. Loren Cordain[1] entnehmen kann:

„Als die vorwiegend auf Fleisch aufbauende Kost der Jäger und Sammler durch eine auf Getreide beruhende Ernährung ersetzt wurde, waren die Folgen in allen Erdteilen gleich: Die Körpergröße entwickelte sich rückläufig – die Menschen wurden kleiner, die Kindersterblichkeit nahm zu, die Lebenserwartung sank, Infektionskrankheiten traten häufiger auf, Eisenmangelkrankheiten (Blutarmut) nahmen zu, ebenso wie Knochenerweichung, Deformationen des Schädels und andere auf Mineralstoffmängel zurückzuführende Knochenerkrankungen und es kam vermehrt zu Dentalkaries sowie anderen krankhaften Veränderungen des Zahnschmelzes. Heute gibt es umfangreiche empirische und klinische Belege für die Annahme, dass diese Gesundheitsschäden auf die überwiegend getreidebasierende Ernährung dieser frühen Ackerbauern zurückführen sind.“

An anderen Stellen kann man lesen, dass die Durchschnittsgröße der Jäger und Sammler in der Altsteinzeit bei 180 cm lag. Sie verringerte sich durch den Übergang auf den Ackerbau überraschend schnell auf ca 160 cm. Noch im Mittelalter waren die Menschen im Schnitt sehr viel kleiner als heutzutage, denn im Mittelalter ernährte sich praktisch nur der Adel von Fleisch.

Neueste Untersuchungen ergaben, dass die Körpergröße direkt mit der Qualität der Nahrung korreliert ist. Wohlhabendere sind im Mittel größer als ärmere. Und wovon ernährt sich die ärmere Bevölkerung weltweit? Was sind die billigen Nahrungsmittel im Supermarkt? Die Antwort kennt wohl jeder...