Politisches
Interessant ist die Tatsache, dass diese sehr wichtigen Erkenntnisse leider immer noch nur einer Minderheit bekannt sind. Die Wissenschaft hat zweifelsfrei ihre Aufgabe erfüllt, wie die Publikationen zeigen. Es stellt sich die Frage, in wessen Verantwortung es denn liegt, dass die Ergebnisse der mit unseren Steuermitteln durchgeführten Forschungen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse auch der breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden?

Das ist eine der Aufgaben des Bundesministeriums für Gesundheit oder auch einer Institution wie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Die vom BMG ins Leben gerufene "In Form - Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung" betet auf ihrer Internetseite aber nach wie vor nur abgedroschene und falsche Phrasen vor, und unterscheidet sich damit nicht im geringsten von der DGE: "Wer auf eine ausgeglichene Ernährungsbilanz achtet, kommt besser durch den Tag. Das gelingt am besten mit reichlich Gemüse und Obst – und Vollkorn".

Durch stereotype Wiederholung werden falsche Informationen nicht wahrer, und von den Gefahren einer kohlenhydratbetonten Ernährung natürlich kein Wort. Aber solange Nahrungsfett noch als die primäre Ursache von Diabetes und Herzerkrankungen gesehen wird, kann sich hier nichts ändern, siehe hierzu auch "LC und Cholesterin". 

Dafür wird aber Vollkorn angemessen gewürdigt: "der volle Wert des vollen Korns"... Wer sich hier fundiert informieren will, der liest z.B. Loren Cordain[1] oder den Blog von Till Sukopp[2]. Lesenswert auch "Prost Mahlzeit" von Pollmer u.a., S., 157ff [4].